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GigE Vision - Implementierung des Treibers

Die Leistungsfähigkeit eines GigE Vision-Systems hängt stark von den verwendeten Hard- und Softwarekomponenten ab. Einen großen Einfluss haben Hochleistungs- oder Filtertreiber.

Durch die reine Protokollbeschreibung des GigE Vision-Standards sind generische Treiberimplementierungen möglich. Die einfachste und portable Lösung ist, den IP-Netzwerkstack des Betriebssystems zu verwenden. Dieser wird als Socket-Treiber bezeichnet, da alle großen Betriebssysteme die Socket- Schnittstelle für den Netzwerkzugriff zur Verfügung stellen (z.B. Windows Sockets oder POSIX Sockets). Dies ist im Normalfall jedoch auch die Lösung, die die schlechteste Leistung erbringt.

Verbesserungen bieten hier die sogenannten Hochleistungs- oder Filtertreiber. Gemeinsam haben beide Treibertypen, dass sie den generischen Betriebssystem- Netzwerkstack umgehen, um so durch eine spezialisierte Implementierung eine bessere Leistung zu erzielen. Der Treiber läuft im Betriebssystemkern und hat damit die Möglichkeit, mit höherer Priorität auf den Netzwerkdaten zu arbeiten. Die Bilddaten werden dann schon im Treiber zusammengesetzt und als gesamtes Bild an die Applikation übergeben. Das ermöglicht eine Verarbeitung mit weniger CPU-Last durch Umgehung des Netzwerkstacks und eine höhere Datensicherheit (weniger verlorene Pakete) durch die höhere Priorität. Obwohl sich die Implementierung beider Treibertypen unterscheidet (Treiber direkt für einen Netzwerkchip oder generisch für alle Netzwerkkarten im Windows Filter Stack), bieten beide aufgrund der Protokollstruktur von GigE Vision die gleiche gute Leistung.

Mehr Informationen zum GigE Vision-Standard: