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Kabelverlängerungen & Definition der Kabelabgangsrichtung

Für manche Anwendungen sind längere Kabel erforderlich als sie der entsprechende Standard eigentlich zulässt. Mit Hilfe optimierter Leitungsmaterialien auf traditioneller Kupferbasis lassen sich Daten auch bei Überlängen im mittleren Längenbereich noch sicher übertragen.

Für CameraLink-, FireWire- und USB-Schnittstellen sind optimierte Lösungen bei STEMMER IMAGING bereits im Standardproduktportfolio verfügbar. Bei zu großen Überlängen kann in einigen dieser Fälle die Auswahl einer alternativen Schnittstellentechnologie das Problem lösen.

Manchmal gibt es aber auch Gründe, die einen solchen Wechsel unmöglich machen. Für digitale Schnittstellen bieten wir eine Reihe von Repeatern an, die es ermöglichen, die Länge typischerweise auf das Zwei- bis Vierfache der Standardlänge zu steigern. Für noch größere Entfernungen führen wir Glasfaserlösungen für USB, CameraLink und Ethernet im Programm. Damit können Kabellängen bis zu einigen hundert Metern mit Multi-Mode-Fasern und bis zu einigen Kilometern bei Verwendung von Single-Mode-Fasern realisiert werden.

Definition der Kabelabgangsrichtung

Bei den meisten Kabeln kommt ein Standardstecker direkt am Kabelende zum Einsatz. In manchen Fällen jedoch, insbesondere bei beengten Platzverhältnissen, kann die Verwendung von Winkelsteckern mit einer speziellen Abgangsrichtung hilfreich sein. Hierbei ist es wichtig, die Kabelabgangsrichtung klar zu definieren, da diese bei verschiedenen Standards unterschiedlich sein kann.

Für Bildverarbeitungsanwendungen werden unterschiedlichste Steckertypen verwendet. Viele von diesen sind mit unterschiedlichen Kabelabgangsrichtungen verfügbar, um so eine optimale Verbindung bei geringem Platzbedarf zu ermöglichen. Abhängig von der Betrachtungsrichtung liefern die Begriffe links, rechts, oben und unten (left, right, up und down) jedoch nicht die notwendige Information, um die benötigte Ausrichtung festzulegen.

Um unabhängig vom verwendeten Kameramodell und Schnittstellenstandard sicherzustellen, dass unsere Kunden das korrekte Kabel mit der gewünschten Steckerausführung erhalten, haben wir eine Namenskonvention für die Abgangsrichtung unserer Kabel definiert. Da die mechanische Anordnung der Interface-Steckverbinder im Bezug auf die Sensorposition bei unterschiedlichen Kameramodellen variieren kann (z.B. oft bei CameraLink) wird zuerst eine unabhängige Referenzposition definiert:

Definition Kameraausrichtung

Die Kamera muss so ausgerichtet werden, dass sich der Sensor in der korrekten horizontalen Position befindet (siehe Abbildung).

Definition Einbaurundstecker

Bei Rundsteckern (z.B. Hirose oder andere Hersteller) gilt die Pin-Anordnung des Steckerherstellers. Dabei ist die mechanische Ausrichtung des Steckers mit Orientierung Pin 1 = OBEN referenziert. Nach Lagedefinition der Kamera wird die gewünschte Abgangsrichtung gemäß Pin 1 des Rundsteckers definiert. Die Zeichnung unten links veranschaulicht dies an Beispielen von häufig eingesetzten Hirose- Steckern mit unterschiedlichen Kabelabgangsrichtungen.

Definition Rechtecksteckverbinder

Bei Rechtecksteckverbindern (z.B. MDR26 - CameraLink, IEEE 1394) dagegen wird der Steckverbinder am Kabel als Referenz betrachtet. Danach wird der Stecker am Kabel von oben (Aufsicht) betrachtet, z.B. indem man auf die einzelnen Pins blickt. Der Stecker muss so positioniert sein, dass sich Pin 1 oben links (STECKER) oder rechts (BUCHSE) befindet (siehe auch Abbildung unten rechts) und die möglichen Kabelrichtungen als R (für rechts), L (für links), U (für up/oben) und D (für down/unten) markiert sind.