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Region of Interest (ROI)

Die meisten CMOS-Sensoren verfügen im Gegensatz zu CCD-Sensoren über die Möglichkeit, Bilder nur teilweise auszulesen und sich damit auf die Bereiche in den Bildern zu konzentrieren, welche die für die Bildverarbeitung relevanten Informationen enthalten

Diese sogenannte Region of Interest (ROI) kann im Extremfall nur ein Pixel groß sein. Durch eine Reduzierung des Auslesefensters verringert sich die von der Kamera über tragene Bildgröße und damit auch die für jedes Bild benötigte Übertragungsbandbreite. Mit der Konfiguration einer ROI wird somit das Aus lesefenster auf den zur Auswertung relevanten Bereich beschränkt und gleichzeitig die Bildfrequenz deutlich gesteigert.

Beispiel: Angenommen eine CMOS-Kamera mit einer Auflösung von 1000 x 1000 Pixeln verfügt über eine Vollbildrate von 100 Bilder/s. Bei einem reduzierten Auslesefenster in der Größe von 200 x 500 Pixeln wird nur noch ein Zehntel der gesamten Pixel ausgelesen, eine Bildrate von fast 1.000 Bilder/s ist möglich. Da Zeitverzögerungen beim Auslesen der Daten aus dem Sensor auftreten können, ist die Bildfrequenz nicht exakt proportional zur Verringerung der Auflösung im Vergleich zur Bildfrequenz bei voller Auflösung. Immer mehr Kameras ermöglichen es, mehrere Bildausschnitte (MROIs) aus zulesen und erlauben Mehrfach inspektionen in einem Bild.

Dies ist insbesondere dann von Interesse, wenn, bedingt durch die benötigte Genauigkeit, eine hochauflösende Kamera ein gesetzt werden muss, wobei nur sehr kleine ROIs zur Auswertung benötigt werden. Einige Modelle erlauben es sogar, das Auslesefenster dynamisch zu verändern, um Bewegungen des Objekt im Sichtfeld zu verfolgen.


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