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Strukturierte Beleuchtung

Bei dieser Technik lassen sich Muster auf ein Objekt projizieren und so Abweichungen analysieren.

Bei dieser Technik werden Muster auf ein Objekt projiziert und die entstehenden Abweichungen oder Verzerrungen des Musters erfasst und analysiert. So kann die Form, Größe oder Position des Objekts berechnet werden. In der einfachsten Form wird eine Linie auf ein Prüfobjekt projiziert und unter einem definierten Winkel mit einer Kamera betrachtet. Die Verzerrungen der Linie werden in Höhenunterschiede umgerechnet. Diese Technik wird oft auch Lichtschnittverfahren genannt. Strukturierte Beleuchtungen werden in vielen Fällen zur Ermittlung von Höheninformationen und insbesondere für 3D-Inspektionsaufgaben eingesetzt.

Diese Technik wird beispielsweise eingesetzt, um Lebensmittel zu inspizieren, wobei z.B. das korrekte Volumen bestimmt oder etwaige Deformationen oder Einschlüsse von Fremdobjekten detektiert werden sollen. In anderen Applikationen wird hingegen ein Soll-Ist-Vergleich zwischen einem Prüfobjekt und einem »Golden Template« bzw. Musterteil durchgeführt, um die Produktqualität sicherzustellen.

Um exakte 3D-Informationen zu erhalten, sind sehr schmale und scharfe Linien notwendig. Dies wird normalerweise mit Hilfe von Linienlasern erreicht oder alternativ mit strukturierten LED-Beleuchtungen. Zusätzlich wird an der Kamera ein Bandpassfilter angebracht, der das Fremdlicht unterdrückt und nur das reflektierte Laser bzw. LED-Licht durchlässt.

Strukturiertes Licht wird auch häufig für Ausrichtungsaufgaben eingesetzt, um Werkzeuge oder Bauteile zu justieren. Auch in verschiedensten medizinischen Anwendungen wird strukturiertes Licht verwendet wie z.B. bei der Positionierung von Patienten bei Röntgenaufnahmen oder bei der Bestrahlungstherapie.


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